Die verrücktesten Kreuzfahrtangebote 2015

Verrückte Kreuzfahrt-Angebote

Bei vielen Menschen gelten Kreuzfahrten immer noch als etwas speziell und konzipiert für die Generation 50 plus. Doch diesem Klischee entsprechen die meisten Anbieter schon seit Jahren nicht mehr: die Landausflüge werden attraktiver, abwechslungsreicher oder abenteuerlicher,  sodass Kreuzfahrten auch für junge Leute und Reisende mit besonderen Vorlieben in jedem Fall zumindest eine Überlegung wert sind. Die Reedereien haben sich längst auf Reisende mit besonderen Wünschen eingestellt und neue Angebote ensprechend konzipiert. Seit spätestens 2015 ist nun Schluss mit langweilig und der Stereotyp „Kreuzfahrt“ ist fast Geschichte.

FKK- und Gay Cruises

Zum Abendessen muss man bekleidet erscheinen, die Besatzung ist komplett angezogen und sexuelle Aktivitäten sind in der Öffentlichkeit verboten – das sind die einzigen Regeln auf den FKK-Kreuzfahrten. Diese Kreuzfahrten, bei denen Bodypainting-Workshops und der Besuch von FKK-Stränden auf dem Programm stehen, erfreuen sich seit Jahren größter Beliebtheit in der Szene. Genauso ungewöhnlich – und ähnlich beliebt: die sogenannten „Gay Cruises“. Also die Kreuzfahrt für Homosexuelle, die jedoch zu 90 Prozent nur von Männern gebucht wird. Diese Art des Urlaubs gibt es auf kleinen Segeltörns wie auf großen Kreuzfahrtdampfern. Bei letzteren ist der Tag eine einzige Party, die abends stilvoll als Club-Party mit DJ weitergeführt wird.

Kreuzfahrten für spezielle Paare

Kreuzfahrt Amerika

zhulinc / Pixabay

 

Ein anderes zielgruppenspezifisches Angebot bieten die „Swinger-Kreuzfahrten“: Auf diesen Touren sind keine Kinder zugelassen und die Fahrt richtet sich an (Partner-)tauschwillige Paare ab 21 Jahren. Zur Ausstattung gehören Sexshops und kleine Verstecke für das private Vergnügen. Auf reifere Frauen und wesentlich jüngere Männer trifft man dagegen auf den sogenannten „Cougar Cruises“. „Cougars“, zu deutsch Pumas, sind reifere finanziell unabhängige Frauen, die auf der Suche nach jungen Männern zum Zeitvertrieb sind. Besonders in den USA ist diese Art von Beziehung längst in der Gesellschaft etabliert und daher ist es nicht verwunderlich, dass in den Staaten auch Kreuzfahrten unter diesem Motto angeboten werden. Wer als reifere Lady oder Jungspund alleine an Bord kommt, wird von der Crew verkuppelt.

Besondere Freizeitaktivitäten an Bord

Dann gibt es da noch die Reisen, die ganz im Zeichen eines Hobbies stehen: Es gibt zum Beispiel Fahrten speziell für Jogger, die das Ziel eines Marathons am Ende des Urlaubs haben: An Bord wird trainiert und die Landausflüge werden für ausführliche Laufeinheiten entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten genutzt. Weniger sportlich geht da auf dem Handarbeitsdampfer zu: ob als Alleinreisende oder mit dem kompletten Häkelründchen: An Bord wird in der Gruppe gestrickt, gehäkelt und gesponnen, meist werden gegen Ende der Fahrt die schönsten Stücke ausgestellt. Auf den Landausflügen besucht man beispielsweise Bastelläden.
Deutlich lauter und ausgelassener geht es dagegen auf der „Full Metal Cruise“ zu, der Reise für Heavy Metal-Fans: Metal-Konzerte, Unmengen von Bier am Pool und kostenlose Tätowierangebote tragen zu einer ausgelassenen Stimmung bei.

Revival der Titanic

Titanic Kreuzfahrt

Wpreeves / Pixabay

Historisch und nostalgisch wird es bald vielleicht auf der sogenannten „Titanic II“ zugehen: Der australische Milliardär Clive Palmer möchte sich seinen Traum erfüllen und ist dabei, die 1912 gesunkene Titanic originalgetreu nachbauen zu lassen. Das Schiff, welches 2018 zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen soll, soll die Reisenden auf eine Zeitreise schicken: es wird wie damals eine strikte Klassentrennung mit Himmelbetten in der ersten und Pritschen in der dritten Klasse geben und auch sonst sollen sich Sitten, Gebräuche sowie die Menükarte der damaligen Zeit anpassen.

Für Reisende, für die Kultur statt Unterhaltung auf Reisen im Vordergrund steht, wäre vielleicht folgendes Angebot etwas: die Aranui III ist ein Frachtschiff, welches die abgelegenen Inseln von Französisch Polynesien mit Lebensmitteln und sonstigen Gütern per Schiff versorgt, ansonsten sind die Inseln von der Außenwelt abgeschnitten. Einige wenige Passagiere dürfen mit an Bord gehen und bekommen so einen exklusiven Einblick in das Leben und die Landschaft auf den Inseln. Ergänzt wird der Kultur-Trip durch Vorträge an Bord.

Ein weiteres Angebot abseits des Massentourismus: bei der „American Queen“ handelt es sich um einen dampfbetriebenen Schaufelraddampfer, auf dem zum Beispiel Fahrten auf dem Mississippi angeboten werden. Auch hier gibt es statt Pool-Animation Vorträge und Lesungen zur Unterhaltung. Zudem lassen einen Kronleuchter, Blümchentapeten und vergilbte Fotos im Goldrahmen in eine längst vergangene Zeit eintauchen.

 

 

Text: Steffanie Alzer
Quelle: marcopolo.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.